…waren wunderbar. nach einer etwas stressigen busfahrt (wir hatten aus versehen am abend vorher gezecht, und dann fünf stunden in so nem schaukelbus sitzen…) sind wir am freitag mittag gut in acapulco angekommen.
von glamour und pomp war da allerdings nichts zu sehen. viele menschen, viele autos, heruntergekommene häuser… aber gut, wir hatten ja das stadtzentrum noch nicht gesehen… stattdessen haben wir uns vom busbahnhof aus auf die suche nach einer ecke gemacht, wo die stadtbusse nach pie de la cuesta abfahren. ein kleiner ort (sage und schreibe 200 einwohner) etwa 10 kilometer nördlich von acapulco. in der hitze war das gar nicht so spassig, zumal wir ja auch ein bisschen gepäck dabeihatten. nach nur ein paar fehlinformationen hatten wir dann die richtige ecke gefunden. und da kam auch schon ein bus. genauer gesagt ein traum von bus. in acapulco fahren nämlich lauter alte us-amerikanische schulbusse rum, und jeder busfahrer putzt seinen bus besonders raus, immer mit einem motto (von tweety über lovemobil bis hin zu playboy, alles dabei). wie gesagt, ein traum. unser busfahrer liebte ausserdem seine zweite hupe, eine richtige tröte, für die er eine schnur rechts neben sich hängen hatte. an einer baustelle ist dann noch eine musizierende kleinfamilie eingestiegen (papa mit zwei jungs) und einer der kleinen hat sich echt die seele aus dem leib gesungen.
und dann waren wir auf einmal da. wir hatten uns hotelmässig zwar vorher ein bisschen schlau gemacht, aber eben auch nur ein bisschen. nach einigem hin-und her, essen direkt am strand, besuch bei kakerlaken etc., haben wir dann schliesslich das richtige gefunden. schöne bungalow-zimmer, direkt auf dem strand gebaut quasi, und für uns gabs noch meerblick dazu – herrlich.
nach pie de la cuesta kommen viele leute zum sonnenuntergang gucken. und am ersten abend wussten wir auch gleich warum, oifach schee!
den samstag haben wir dann schön faul verbracht, haben lecker süsse tamales gegessen, in den hängematten gelegen, dem bombastischen treiben der wellen zugesehen… und ab und an mal gings auch ne runde planschen.
mit schwimmen ist nämlich in pie de la cuesta nicht so viel, da es eine ziemlich starke unterströmung hat. also stattdessen ein bisschen mit den wellen gespielt und dabei die ein oder andere gratis meerwasser-nasenspülung bekommen. und abends hat uns beim strandspaziergangundgleichzeitigsonnenunterganggucken ein delfin den strand entlang begleitet…
pie de la cuesta liegt an einer süsswasserlagune, die nur durch eine sandbank vom meer getrennt wird. auf der sandbank haben wir gewohnt und am samstag morgen direkt nach dem aufstehen konnten wir erstmal eine grosse delfinschule beobachten, die vor uns aus dem wasser gesprungen ist.
und kurz darauf haben uns auch noch zwei wale mit ihrer anwesenheit beglückt. nachmittags haben wir uns dann die lagunge angeschaut, eine nette kleine bootstour zu ein paar inseln in der lagune, inklusive vögel beobachten und krokodil sehen. allerdings eines in gefangenschaft, das auf einer der inseln lebt und jasmin heisst. dabei gibt es in der lagune auch „wilde“ krokodile, die aber wohl gerade keine lust hatten, sich von ollen touris fotografieren zu lassen. auch gut.
stattdessen konnten wir, zurück an „unserem“ strand, fische beobachten, die aussahen wie rochen, die versuchen zu fliegen. schonmal davon gehört, dass rochen aus dem wasser springen, dort quasi mit den „flügeln“ schlagen und mit lautem platschen landen?! wir nicht. aber wir haben es gesehen! und zum tagesausklang gab es nocheinmal einen schönen sonnenuntergang.
der montag stand dann voll im zeichen von action, naja, zumindest ab nachmittags. da sind wir nämlich mit zwei gleichgesinnten reisenden, unseren hotelnachbarn, nach acapulco gefahren. dort durften wir feststellen, dass auch das zentrum der altstadt nicht besonders glamourös ist. vielleicht ist das ja bei / in den grossen hotelkomplexen anders?! jedenfalls waren wir erstmal auf acapulcos grossem markt, der allerdings nicht so viel hergegeben hat, wie erwartet. nur bunte küken.
aber eigentlich waren wir ja eh gekommen, um die berühmt-berüchtigten klippenspringer zu sehen. dabei haben die einfach nur nen sprung in der schüssel… nach viel „show“ waren endlich mal ein paar von denen im wasser, aber nur um die paar meter wasser zwischen den felsen von blättern, plastikflaschen und kondomen zu reinigen – lecker. und dann sind sie einfach die 25-30 meter den nackten fels hochgeklettert, nur um sich wieder hinunterzustürzen. vollkommen gaga, wie gesagt. ich war ja davon ausgegangen, dass die von felsen wenigstens ins offene meer springen, aber dem ist nicht so. eigentlich springen sie vielmehr in eine felsspalte, ein paar meter breit, wo sie dann ordentlich von der strömung hin- und hergeschleudert werden. traumjob! aber sie werden ja immerhin von der heiligen jungfrau beschützt… zum besseren sehen gibts dann noch filmchen!
tja, und am dienstag haben wir uns schon wieder auf den weg richtung grosse stadt gemacht, da ja svens flug eigentlich am freitag ging und er noch ein bisschen was in der stadt sehen wollte und in ruhe packen und so. aber es kam eh alles anders…