btrifft die welt…











{März 14, 2008}   agua azul, misol-ha, palenque

am mittwoch ging es dann mit schmerzendem knoechel richtig frueh auf grosse tour, von san cristobal ueber agua azul und misol-ha zu den ruinen von palenque.

die strasse von san cristobal nach palenque ist nicht ganz ungefaehrlich, da sie durch zapatisten-gebiet fuehrt. hier werden haeufig autos angehalten und nach einem kleinen wegzoll gefragt. deshalb hat das militaer seine praesenz extrem erhoeht. so haben wir schon auf dem weg bis zu den wasserfaellen von agua azul einige militaer-kontrollpunkte passiert, allerdings ohne angehalten zu werden. um zu den wasserfaellen zu kommen, muss man durch ein privates grundstueck fahren, klar, dass man dafuer eine kleine gebuehr bezahlt…

auf den fotos sieht mal leider nicht so richtig, wie blau das wasser wirklich ist. wir hatten glueck, dass es nicht geregnet hatte, sonst wir das wasser naemlich wohl schnell trueb.

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leider sind diese wasserfaelle so beliebt, dass es fuer die vielen touris bald mehr verkaufstaende mit essen und souvenirs gibt, als der wald drumrum baeume hat…

von dort aus sind wir zu einem weiteren wasserfall gefahren, mit dem namen misol-ha. wie man sieht, ordentlich hoch. und man kann hinter den wasserfall gehen, und quasi von hinten durch den vorhang schauen. in misol-ha waren wir schon so niedrig, dass das klima sich ziemlich tropisch angefuehlt hat.

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in palenque war das dann fast noch extremer. bin aber trotz hitze und schmerzendem knoechel ziemlich viel auf den ruinen herumgeklettert. es war echt beeindruckend, vor allem nach all den bisherigen archaeologischen staetten, die ausnahmslos extrem trocken waren. und dann die ruinen mitten im urwald… ich habe sogar affen gehoert und gesehen. total irre, weil so ein kontrast! an den ruinen sind noch viele fresken sehr gut erhalten und auch die gebauede selbst sehen noch gut aus. muessen nur regelmaessig vom gruenzeug befreit werden, dass immer wieder drueber wuchert.der grossteil (ueber 90 %) der ruinen wurde noch gar nicht freigelegt, liegt noch im dschungel begraben.

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den donnerstag habe ich dann zu einem faulen tag in san cristobal gemacht, bevor ich abends mit dem nachtbus nach villahermosa gefahren bin. mehr dazu morgen!



{März 14, 2008}   san cristobal und san chamula

mein dienstag – was fuer ein tag… zunaechst war ich ein bisschen hier in der stadt unterwegs, um euch mit ein paar fotos von zwei kirchen hier zu begluecken. das staedtchen hier hat wirklich einen ganz besonderen charme!

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 gegen mittag habe ich mich aufgemacht, um zu pferd eines der indigena-doerfer namens san juan chamula zu besuchen. dafuer habe ich mich mit einer mexikanerin getroffen, die das hier anbietet. wir sind dann erstmal mit einem colectivo etwa 20 minuten aus der stadt rausgefahren, um zu ihrem haus zu kommen, wo sie ihre pferde hat. und auch ein paar kleine baby-hunde… sooo suess!

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„mein“ pferd fuer den tag mit dem schoenen namen „grano de oro“ und mein begleiter juan haben mich schon erwartet. mache ich nicht eine gute figur?!

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nun gut, los ging es. der weg den wir genommen haben, fuehrte ueber einige huegel vorbei an indigenas, die ihre schafe gehuetet und auf den feldern gearbeitet haben, richtiges all-day-life eben.

auch klar, dass ich unbedingt galoppieren wollte, als juan es mir angeboten hat und auch klar, dass mein liebes hotte-hueh da nicht so lust drauf hatte, buckelte und ich auf dem boden lag. ausser ein paar schuefwunden aber nichts passiert, okay, mittlerweile ist mein linker knoechel auch ein wenig angeschwollen und ich koennte mir vorstellen, dass das davon kommt. auch klar, dass ich gleich wieder aufgestiegen bin. noch viel klarer, dass grano de oro angst vor hunden hat und wir bei einer siedlung auf einmal von klaeffenden koetern umgeben sind, was weder ich noch mein pferd lustig fanden… immerhin konnte ich ihn einigermassen unter kontrolle halten. weiter gings… keine zehn minuten spaeter jagt uns der naechste bellende hund hinterher, pferd rennt und rennt und rennt und hoert irgendwann wieder auf zu rennen, als wir weit genug weg sind von dem vieh. sind eben doch fluchttiere… nach diesem erlebnis waren wir dann zum glueck da, ich weiss nicht, wielange ich noch haette weiterreiten wollen…

im dorf angekommen, musste ich ein ticket kaufen, um in die kirche und in das kleine museum zu koennen. in der kirche ist fotografieren strengstens verboten, bis vor kurzem haben die hier ansaessigen tzotzil im ganzen dorf keine kameras geduldet. so sieht die kirche von aussen aus:

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was in der kirche passiert, ist sicherlich einmalig. es gibt darin keine kirchenbaenke, dafuer an den seiten lauter schreine, die verschiedenen jungfrauen gewidmet sind. der boden ist mit piniennadeln bedeckt, dementsprechend riecht es auch in der kirche. die indigenas bringen kerzen und blumen in die kirche und bilden damit formen zwischen den piniennadeln, der ein oder andere bringt auch mal einen truthahn oder einen hahn mit. trotz aller tradition warten aber vor der kirche trotzdem kinder, die um einen peso betteln oder einem unbedingt etwas verkaufen wollen. ein maedchen meinte: „wenn du wieder aus der kirche rauskommst, kaufst du was von mir!“ ganz zurueckhaltend also.

in dem kleinen museum wurde dann die lebensweise und die geschichte der in san juan chamula ansaessigen tzotzil erklaert.

der rueckweg verlief dann auch fast ohne zwischenfaelle, erst kurz vor „zu hause“ ist grano de oro zweimal ausgerutscht, weil ein hufeisen locker war. klar, dass es sich damit nicht so angenehm laeuft… wie gesagt: was fuer ein tag…! war abends ganz schoen am ende und habe trotzdem fuer den naechsten tag eine tour nach palenque gebucht, was bin ich doch tapfer!



{März 11, 2008}   lagos de montebello

also, da ich mir hier ja ein paar tage volles touri-programm gebe, gestern gleich die erste tour. die ziele: grutas de rancho nuevo, el chiflon und lagos de montebello.

der erste stop waren wie gesagt die grutas de rancho nuevo – ein hoehlensystem nicht allzu weit von san cristobal entfernt. seit ein paar jahren wird das gebiet vom militaer kontrolliert, man kann die hoehle aber trotzdem noch besichtigen. von dem grossen hoehlensystem kann man nur einen teil besichtigen, ein weg fuehrt etwa einen kilometer in die haupthoehle hinein. das beste daran war eigentlich unser kleiner, etwa sechsjaehriger guide, der uns mit seiner taschenlampe auf die verschiedensten formen im fels aufmerksam gemacht hat. und das auf sehr unterhaltsame art und weise.

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nun ja, auf den bildern koennt ihr wahrscheinlich nicht allzu viel erkennen… aber war halt ne hoehle, und ich hab hier keine moeglichkeit, die bilder zu bearbeiten. also benutzt eure phantasie!

unser naechster stopp waren die wasserfaelle von el chiflon, fuer mich das highlight der tour. dorthin ging es gute zwei stunden auf einer von schlagloechern uebersaeten strasse, vorbei an maisfeldern und eseln.

dort angekommen habe ich mich auf den weg zum aussichtspunkt gemacht und unterwegs den anblick des tuerkisgruenen wassers und einiger kleinerer wasserfaelle genossen. der „hauptwasserfall“ hat dann durchaus eine beeindruckende hoehe, die anstrengung des aufstiegs hat sich durchaus gelohnt. trotzdem war es schoen, beim abstieg noch ein bisschen die fuesse im wasser abzukuehlen. die tatsache, dass wir genau in der mittagshitze dort waren, hat es nicht gerade angenehmer gemacht. schoen war es trotzdem!

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unser letzter stopp auf dieser tour war dann der nationalpark „lagos de montebello“, der insgesamt 59 seen umfasst und der direkt an der grenze zu guatemala liegt. die seen sind umgeben von pinienwaldern und dementsprechend riecht es auch, ausserdem war es dort so unheimlich ruhig – sehr angenehm!

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{März 9, 2008}   meine reise…

… hat begonnen. nachdem maria und ich am freitag noch das ballet contemporaneo de la ciudad de mexico bewundert haben, habe ich mich samstag abend endlich auf den weg nach chiapas gemacht. die elfstuendige busfahrt ueber nacht ging etwas laenger als elf stunden, super. aber immerhin hatte ich zwei sitze fuer mich und konnte ein bisschen schlafen. auf dem weg hierher sind wir durch den regenwald gefahren – was fuer ein herrlicher anblick nach der ganzen trockenheit in oaxaca und mexiko-stadt! nach der ankunft konnte ich mich am netten anblick der kleinen straesschen hier erfreuen.

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jedenfalls habe ich ein nettes kleines hostel gefunden, zur zeit ist hier so wenig los, dass wir zu zweit in nem 8er-dorm schlafen. die stadt hier hat mich tatsaechlich schon am ersten tag verzaubert, und ich werde definitiv ein paar tage hier verbringen und meine geplanten unternehmungen von hier aus machen. heute war ich schon ein bisschen in der stadt unterwegs, habe den markt gestuermt und gepluendert und war im museum „na bolom“. der markt hier ist schon nochmal was besonderes, da die meisten standbetreiber(innen) gar kein spanisch sprechen, sondern ihre maya-sprache, von denen es hier in der gegend zwei sehr weit verbreitete gibt: tzeltal und tzotzil. also verhandeln und uebersetzen meist die kinder, die ja eh mit dabei sind. ich werde auch noch mindestens eines der umliegenden doerfer besuchen, bin mal gespannt wie es da ist.
da die maya hier alle sehr traditionell leben, ist leider nicht so viel mit fotos. kaum jemand laesst sich fotografieren, was einerseits schade ist, andererseits natuerlich auch respektiert werden sollte. ich bin gespannt, was mich hier noch erwartet, bis jetzt jedenfalls bin ich quasi entzueckt!

hasta pronto!



et cetera